6. Spieltag in der Bezirksliga

In Runde 6 hatten wir Tigerli 1 zu Gast und in Erinnerung des direkten Vergleichs der letzten Saison den klaren Vorsatz, den Tag nach Hause zu bringen.


Dazu machte recht zügig der Paul den Aufschlag, der plötzlich eine Figur mehr auf dem Brett hatte und sich sonst auch nicht mehr aus dem Konzept bringen ließ.
Einige Zeit später dann erntete Patrick – diesmal mit weiß – die Früchte seines soliden und konsequenten Spiels.
Frank hingegen haderte mit seiner Situation und hatte Mühe, seine Bauern zu verteidigen. Auf lange Sicht sah das wohl sehr schlecht aus, aber dann schritt Fortuna ein und er gewann mit einer Bauerngabel einen Turm.

Bis hierhin also 3 Bretter gewonnen, hervorragend! Das motivierte, aber der Rest stand noch nicht geschrieben.

Manfred hatte als Anziehender zwar die Partie über die bessere Position, allerdings relativierte sich das nach und nach immer mehr, sodass er – vielleicht auch im Hinblick auf den Stand der Dinge – erfolgreich Remis anbot.
Tim bildete zunächst als Spieler mit den schwarzen Steinen unter Inkaufnahme zweier Bauernopfern eine besser entwickelte Stellung. Allerdings konnte er dies nicht genügend ausnutzen und verlor mit der Zeit die Initiative und am Ende jegliche Aussichten.
Währenddessen suchte ich nach Möglichkeiten, ebenfalls mit Schwarz, aus einer komplett ausgeglichenen Stellung noch etwas herauszukitzeln. Bevor ich aber das Risiko zu hoch trieb, entschied ich mich zu einem Remisangebot, welches der Gegner auch unverzüglich annahm.
Genau in diesem Moment gab auch Dennis sofort ein Remis und sicherte uns damit den Mannschaftssieg! Er verzichtete damit darauf, seine durchaus gewinnträchtige Stellung weiter zu kneten, die er sich nach undurchsichtiger Bauernkonfrontation im Mittelspiel erarbeitet hatte.
In der verbliebenen Partie kämpfte man verständlicherweise weiter, denn diese war nur wenig langweilig und höchst dynamisch. Dort bildete Dietmar einen gefährlichen Mattangriff, dem sich die Gegnerin aber erwehren konnte und immerhin mit Springer und Läufer gegen Turm herauskam. Dietmars Schwerfiguren waren immer noch sehr gefährlich, aber auch die Zeit spielte inzwischen mit. Am Ende triumphierte dann doch die heute einzige (menschliche) Dame in dieser Begegnung.