3. Spieltag in der Bezirksliga

Vorab, vielleicht hat der ein oder anderen den Bericht zur 2. Runde gegen den ASV 5 vermisst. Grund dafür ist, dass aus unserer Sicht nur wenig Positives zu berichten war. Das wenige möchte ich aber nicht vorenthalten: Wir hatten nach langer Zeit wieder mal Kaffee, der wohlwollend vom stellvertretenden Mannschaftsführer unseres Gastes gekocht wurde! Auch nach Ende des Kampfes unterstützten uns die Gäste beim Aufräumen der Spielfiguren, was ich für eine sehr nette Geste halte. Vielen Dank dafür!


Nachdem ansonsten auch jener zweite Spieltag unter dem Zeichen des Erfahrungsgewinns stand, waren wir diesmal mit den Rangnummern 1-8 optimal besetzt und reisten mit klaren Vorsätzen in den Kreis Düren zum SV Lendersdorf 2, wo wir die ebenso am Tabellenende rangierenden Gastgeber schlagen wollten, um unser Selbstvertrauen zu stärken. Ob uns das gelungen ist?

Patrick legte dazu den ersten Grundstein und holte mit den schwarzen Steinen gegen einen DWZ-besseren, der gegen Französisch die Abtauschvariante wählte, ein ordentliches Remis.
Bald darauf sah sich Pauls Gegner zur Aufgabe bewegt. Mit wenig Eröffnungstheorie, dafür exzellentem Gespür im Mittelspiel, hat Paul seine Drohungen besser umsetzen können.
Diesmal relativ früh führte auch Manfred seine Partie zum Sieg. Schon ohne Dame arbeitete er zwar lange daran, die restlichen Figuren zu sortieren und sich an die schwachen Gegnersbauern zu machen, dann aber machte sein Kontrahent offenbar einen schwerwiegenden Fehler und es war vorbei.
Wer jetzt danach kam, ist mir nicht mehr bewusst, aber um es hier noch etwas spannend zu machen: Dennis Remis sorgte dafür, dass die Mannschaft nicht mehr verlieren konnte. Als Anziehender verfolgte er zwar das richtige Ziel, offensiv zu wirken, verlor dabei allerdings einen Bauern, der für den Gegner wiederum ein schlechter isolierter Doppelbauer war.
Vielleicht war es aber auch Annika, die nach solidem Mittelspiel zum Ende hin eine Qualität gewann und bei auch ansonsten bequemer Stellung den Sack zu machte. Ziel erreicht!
Hier musste Tim sich dann nach einer anspruchsvollen Partie am ersten Brett im Turmendspiel geschlagen geben. Beide Seiten hatten ihre gedeckten Freibauern erarbeitet, allerdings Tim im Zentrum und der Gegner weiter weg am Damenflügel und dazu noch etwas weiter vorne.
Es ging aber „nur“ noch um eine bessere Brettpunktbilanz, zu der auch ich diesmal meinen Beitrag leisten durfte. Mit einem schwarzen Franzosen gelang es mir, die Türme über die c-Linie zu aktivieren und den Gegner in die Defensive zu bringen. Ein beherztes Gegenspiel mit den Königsbauern schuf diesem leider eher Schwächen, wodurch ich am Ende einen Bauern gewann und das schließlich resultierende Bauernendspiel zu meinen Gunsten formte.
Frank indes, der nach langen Jahren Schach-Abstinenz heute sein Comeback in der ersten Mannschaft feierte, wollte es wissen und hatte nach einem bereits für den Gegner ungemütlichen Spiel einen (Mehr-)Freibauern am Rand gebildet, der sich anschickte zu einer zweiten Dame zu werden. Aber da war ja auch noch die erste des Kontrahenten, der daran arbeitete, Franks vermeintlich sicheren König freizulegen, um ihn mit Dauerschachs traktieren zu können. Ob von Frank unterschätzt oder unvermeidlich – am Ende einigte man sich auf ein Remis.

Ich bedanke mich bei Lendersdorf für die Gastfreundschaft und wünsche allen ein gemütliches Restjahr, eine frohe Weihnachtszeit und bereits jetzt einen Guten Rutsch!